Alexandertechnik - Pferdetherapie - Natural Hoof Care - Reitunterricht

Herzlich Willkommen auf meiner Homepage!


"As above, so below, as within, so without, as the universe, so the soul"

 

- Hermes Trismegistus

 

Mein Weg mit Pferden hat ziemlich konventionell gestartet, doch Maika hat mich schnell gelehrt, dass das für sie nicht akzeptabel ist. Und sie hatte recht, die konventionelle Reitweise hat für ihren nicht optimalen Körperbau nicht funktioniert. Was ein besser gebautes Pferd noch einfacher wegsteckt, ist für sie nicht gegangen und sie hatte definitiv ihre Wege mir das mitzuteilen. Ich habe hingehört und nach neuen Wegen gesucht. Auf diesem Weg bin ich der Osteopathie, dem Kappzaumlongieren, der akademischen Reitkunst und der Alexandertechnik begegnet. Mit Maika habe ich meinen Weg gefunden, sie war für alles zu haben, Dressur, Springen, Ausreiten. Sie ist temperamentvoll, aber nervenstark und unternehmenslustig, sie hat alles mitgemacht, und sie hatte Spass daran. Maika hat mir auch Momente im Sattel geschenkt, die ich nie vergessen werde. Diese Momente haben meinen Weg geprägt haben und meine Ausrichtung dirigiert. Das Gefühl eines nach oben schwingenden Rückens, der Kraft und Harmonie. Ich wusste, genau das ist es was ich möchte und wie sich reiten anfühlen soll. Ich hatte mit ihr wunderbare Höhenflüge, was mir jedoch gefehlt hat, ist eine Struktur wie ich zuverlässig und wiederkehrend dahin kommen kann. Daran arbeite ich noch bis heute. Reiten ist nicht einfach, gar nicht. Es ist eine Lebensschule. Alles was ich bin spiegelt sich im Pferd wieder.

 

Etwas später kam ein neuer Lehrmeister in mein Leben, Kalif. Ein Pferd das vieles durchmachen musste bevor er zu mir kam, er hat diverse körperliche und psychische Schäden davongetragen und wurde massiv traumatisiert. Was für Maika gereicht hatte, hat für ihn nicht funktioniert, er brachte Herausforderungen in mein Leben mit denen ich nicht gerechnet habe. Mit ihm war nichts einfach. Sein tiefsitzendes Trauma, seine Ängste, sein schwaches Nervenkostüm, sein geschädigter Körper, seine Sensibilität, seine Reaktivität, seine Eigensinnigkeit und seine Dominanz. Was er aber auch mitbrachte ist ein Herz aus Gold, eine innere Grösse und Weisheit. Mit Pferden konnte er in seiner Kraft und Schönheit sein. Und das ist es auch, was er am meisten liebt, Pferdegesellschaft und Weide. Unser Weg war nicht einfach, doch ich habe die Herausforderung angenommen, mich dem Weg hingegeben, gelernt, an mir gearbeitet und Stück für Stück die Teile zusammengesucht die mir gefehlt haben. Und es waren viele Teile, ein langer Weg und auch heute noch gibt es immer mehr und mehr zu Entdecken. Jedes dieses Teile hat mich einen Schritt weitergeführt, in der Zusammenarbeit mit Pferden und in meiner persönlichen Entwicklung. Kalif ist ein Spiegel der mir vieles aufgezeigt hat und mich herausgefordert hat vieles zu lernen, zu hinterfragen und tiefer zu gehen. Die Alexandertechnik hat mich mit ihm ein ganzes Stück weitergebracht, ausserdem ich bin tief in das Thema Trauma und Nervensystem eingestiegen. Schlussendlich hat sich unsere Partnerschaft so weit entwickelt, dass wir wieder zurückgefunden haben zur akademischen Reitkunst. Mit der Basis die wir uns mit der Alexandertechnik erarbeitet haben konnten wir diesen Weg jetzt, viele Jahre, später annehmen und davon profitieren.

 

Ljana ist jetzt seit 2021 meine neue Wegbegleiterin, ich habe sie roh gekauft und werde sie selber ausbilden. Schon viele Jahre habe ich davon geträumt mir ein junges Pferd zu kaufen und es selber auszubilden. Ich bin sehr gespannt was ich auf diesem Weg lernen werde und wie sich das, was ich bereits gelernt habe auswirkt. Sie durfte in Irland auf wunderschönen, grossen Weiden aufwachsen, bei Menschen die sich mit Liebe um ihre Pferde kümmern. Sie hat einen wundervollen, neugierigen und menschenbezogenen Charakter. Sie ist ein sehr interessantes Pferd, manchmal kommen die Qualitäten des Ponys zum Vorschein, manchmal die des Vollbluts. Sie kann sehr gemütlich und verfressen sein und sehr gerne Pausen machen, sie kann aber auch sehr reaktiv sein und Bocken und Steigen wie ein Rodoepferd. Zu Beginn der Ausbildung war sie gerne in einem der Extreme, langsam können wir das Mittelmass festigen, und sie entwickelt sich immer mehr zu einem fleissig mitarbeitenden, motivierten und gelehrigem Pferd. Momentan lernt sie die Welt auf immer längeren Spaziergängen zusammen mit Maika kennen, sowie auch die Bodenarbeit und die Kappzaumarbeit.

 

Was ich im Kern immer wollte, ist das Pferd so reiten zu können dass es besser und nicht schlechter wird, so dass es davon profitieren kann, geritten zu werden.

 

Etwas das mir auf meinem Weg sehr geholfen hat, ist es dass ich sehr viel fühlen kann, ich kann den Körper und die Emotionen von anderen Wesen fühlen und wahrnehmen. Ein Pferde und Mensch sind sehr vielschichtige Wesen und ich sehe/fühle nur, was jetzt gerade gesehen werden will. Diese Fähigkeit ist aber sehr hilfreich, da ich auf dem Pferd oder während der Therapie auch fühlen kann ob ihm etwas Schmerzen bereitet und ich kann das Training so anpassen. Ich kann mich in Themen hineinfühlen und intuitive Informationen gewinnen. Es ist ein Weg und eine Reise zum Kern der Ursache. Oftmals kommt man an einen Punkt, der für den Menschen schwierig ist und die sie auffordert etwas an sich zu ändern, dies ist oftmals ein Scheidungspunkt an dem sich zeigt ob der Mensch bereit ist, das Problem bei sich zu lösen oder ob er das Problem lieber aufs Pferd projiziert. Bleibt er dabei das Problem beim Pferd zu sehen, wird sich die Qualität dessen was möglich ist, massgeblich mindern. An diesem Punkt suchen Menschen oftmals nach Auswegen und Abkürzungen, doch wer du bist, entscheidet darüber welche Qualität du mit deinem Pferd erreichen kannst. Da gibt es keine Abkürzungen. Die Alexandertechnik ist eine wundervolle Methode um mit sich selber zu arbeiten.

 

Meine pferdischen Wegbegleiter:

 

Maika, Irländerstute 1993, ich habe sie 1998 das erste mal geritten, seit 2000 ist sie mein Pferd

Kalif, polnisches Halbblut 1998, seit 2004 bei mir

Ljana, Connemara x VB 2018, gekauft 2020, importiert aus Irland als 3 jährige