Ernährungsberatung & Stoffwechseltherapie

 

 

Bereits im Jahr 2010 habe ich den damals 6 tägigen Kurs zur Pferdefütterung bei Christina Fritz (Sanoanimal) besucht . Auch in der Kinesiologieausbildung 2011/2012 war die Fütterung und die ganzen Stoffwechselerkrankungen wieder ein Thema. 2023 habe ich mich entschlossen die neu angebotene Ausbildung zum Ernährungsberater Pferd, die über 2 Jahre geht, zu machen, um auf dem neusten Stand zu sein und mein Wissen zu vertiefen.

 

Pferdefütterung ist ein riesiges Thema das über Gesundheit und Krankheit entscheiden kann. Heutzutage ist der Markt überflutet mit Futtermitteln die dem Pferd gut tun sollen und viele Pferdebesitzer sind mit dieser Flut an Angeboten häufig völlig überfordert. Oder füttern mal dies und mal das ohne wirklichen Plan und häufig ohne dass es dem Pferd tatsächlich nachhaltig hilft.

 

Um zu entscheiden was für ein Pferd sinnvoll ist, benötigt es das Verständnis wie das Verdauungssystem und der Stoffwechsel des Pferde funktionieren. Es ist wichtig Zusammensetzungen lesen zu können und zu verstehen, was wie aufs Pferd wirkt und auch was die langfristigen Auswirkungen sind. Das sind Voraussetzungen die einiges an Grundwissen benötigen.

 

Sich auf den Futtermittelhersteller zu verlassen "Futter XY hilft bei Problem Z" funktioniert nicht. Man muss sich tatsächlich mit der Zusammensetzung auseinandersetzen um zu sehen ob und wie es wirken könnte und ob es für das Pferd passend ist. 

 

Heutzutage ist nicht nur das Angebot an Futtermitteln unüberschaubar, sondern auch die unterschiedlichen Fütterungsphilosophien. Der eine erzählt dies, der andere das Gegenteil. 

 

Das liegt daran, dass die Wissenschaft nicht schwarz weiss ist und ganz vieles noch gar nicht erforscht ist, oder die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Viele Studien kommen zu einem Ergebnis das aussagt "Tendenziell scheint das so zu sein" und dann kommt die nächste Studie die zu einem anderen Resultat kommt. Es gibt kein Absolut richtig. Aber es gibt ein "nach dem heutigen Wissenstand" und "aus Stoffwechselphysiologischer Sicht macht das Sinn weil" und "die Erfahrung hat gezeigt dass" in Kombination, dass wir wahrscheinlich auf gutem Weg sind.

 

In der Praxis hat sich diese Art der Fütterung für mich bewährt, nah an der Natur mit wissenschaftlichem Hintergrund und jahrelanger Erfahrung.

 

 

Gesunde Fütterung

 

Grundlage:

  • genügend qualitativ gutes Pferdeheu und die Vermeidung von langen Fresspausen. Das Heu sollte eher grob und langstielig sein, einen Zuckergehalt von unter 10% und einen moderaten Rohproteingehalt von 6-9% haben für das durchschnittliche Freizeitpferd, frei von Giftpflanzen sein (besonders häufig ist hier die Herbstzeitlose ein Problem)
  • Kurenweise ein anorgansiches Mineralfutter
  • angepasster Weidegang
  • bei Bedarf Unterstützung im Fellwechsel oder beim An- und Abweiden
  • gelegentliche Ergänzung durch Kräuter bei artenarmen Heu/Weide

Das wärs. So simpel würde die Fütterung für ein gesundes Pferd aussehen und das würde reichen.

 

Ältere Pferde, Pferde im Wachstum, sowie Sportpferde haben oftmals zusätzliche Bedürfnisse, welche individuell aufs Pferd abgestimmt werden sollen.

 

Es gibt eine ganze Reihe an Problemen und Erkrankungen die entweder durch ungeeignete Fütterung verursacht wurden, oder durch die Fütterung unterstützt werden können.

  • Husten/Asthma
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Verdauungsprobleme: Magengeschwüre, Blähungen, Kotwasser, Kolikanfälligkeit usw.
  • Hautprobleme: Sommerekzem, Mauke, Parasiten, Sarkoide, Pilz
  • Hufprobleme: Strahlfäule, Hufabszesse, Hufrehe
  • EMS, Insulinresistenz
  • Cushing
  • KPU

Neben der Therapie ist die Grundfütterung, die Haltung, Stressreduzierung, Bewegungsmanagement oftmals Grundlage dafür, dass die Therapie nachhaltig greifen kann.

 

"Stoffwechseltherapie ist ein Marathon und kein Sprint" - Christina Fritz